Schwert & Fußball - Kampf & Tränen

Da findet ein deutsch-deutsches (mit Unterstützung einiger (National)spieler anderer Länder) Champions-Finale statt und was fällt den Engländern als Eröffnungsszenario dazu ein? Ein "Kampf" mit Schwert und Schild. Europäischem Schwert natürlich. Schließlich sind wir in Wembley im Land von Artus und seiner Tafelrunde. 

Und wer ist auf den Fernsehbildern zu erkennen? Frauen und alte Menschen. Nicht gerade die typischen Teilnehmer früherer Kämpfe "Mann gegen Mann". Immerhin dürfen zwei "alte Recken", Paul Breitner und Lars Ricken (wegen seines Namens? Nein, wegen seines Tores), den Pott aufs Feld tragen.

Und was wollen uns die Organisatoren mit den gezeigten "Kämpfen" sagen? Dass das (Fußball)Spiel manchmal hin- und herwogt? Das es "Eins zu eins"-Situationen gibt, verschiedene Farben im Spiel sind und es um den "heiligen Gral" geht?

Vielleicht sind die Verbindungen gar nicht so weit hergeholt. Schließlich wurde im anschließenden "hochdramatischen" Spiel sowohl geschlagen als auch getreten. Der gegnerische Mann wohlgemerkt.

Gewonnen hat dann auch die Mann-schaft, die das besser konnte.

 

Die Kämpfe am Anfangen verloren sich dann leider im Umkreisen der Embleme der Vereine (Königreiche) und der Champions-League (Der heilige Gral).

Und wie wirkten sie deshalb: langweilig und gestellt.

Das Spiel selbst war da ganz anders. Da ging es um was und das war von Anfang an klar zu erkennen. Vor allem bei schwarz-gelb, denen ich als Ruhrgebietswestfale den Sieg mehr als gegönnt hätte.

Gewonnen haben dann aber die Ausländer bei den Bayern. Die die Tore vorbereitet und geschossen haben.

Vor allem der holländische Teil davon hat mich von Anfang an dadurch beeindruckt, dass er nach gescheiterten Torschüssen immer weiter gemacht hat. Nicht versucht, sondern getan hat.

Womit nun auch die Verbindung zu "meinem" Schwert, dem Schwert-Coaching geschafft wäre.

Vertrauen in sich und das eigene Tun. Und Tun.

Und was tut der Herr Robben ganz am Ende, als alles geschafft, er der große Gewinnder und "Held aufm Feld" ist und er endlich einen internationalen Titel mit den Bayern gewonnen hat?

Er ist glücklich, er ist ein Mann, er weint.

(dass S*y der Fernsehsender in meiner Wahlkneipe gerade in dem Moment Werbung zeigt, regt mich jetzt noch beim Schreiben auf).

 

Und er ist nicht der einzige.

Nicht nur bei den Unterlegenen Dortmundern.

Auch bei den Siegreichen Bayern.

Da ist Anspannung, die raus will und fließt.

Eine Anregung auch für den alltäglichen Mann.

Danke Robben, danke Bayern und danke Dortmund.